Drautal Radweg mit den Veitscher Naturfreunden
 
 
16. und 17. Juli 2011
 
 

Der Tag beginnt schon um 2 Uhr 45. Eine unchristliche Zeit zum Aufstehen, ABER es wird sich lohnen!
Es geht heute mit den Naturfreunden Veitsch nach Kärnten. Dort wollen wir in 2 Tagen den Drautal Radweg befahren. Die Räder haben wir am Freitag schon verladen, um in der Früh keine Zeit zu verlieren. Als der Bus pünktlich um 4 Uhr losfährt, kommt keine große Unterhaltung zustande. Die ersten Stunden über werden Kräfte für die bevorstehenden Tage gesammelt.
Es geht über Judenburg, Neumarkt, St. Veit, den Wörthersee, vorbei an Villach und Spittal an der Drau unserem Ziel entgegen. Zwei kurze Pausen unterbrechen die Fahrt. In Toblach ist dann der Start geplant. Der Zielort am Sonntag soll Ferlach sein. Bis dahin sind es knapp 200 km und ca. 800 Hm (Abfahrt) die wir zu bewältigen haben. Mittlerweile ist es fast 10 Uhr 30 als die 25 Teilnehmer die Vorbereitungen für die Abfahrt mit den Rädern starten. Das Wetter ist einigermaßen gut. Leicht bewölkt und die Temperaturen vertragen schon eine kurze Radlerhose. So auf geht's!

Die ersten Meter führen uns durch Toblach. Dort ist einiges los. Hunderte Radfahrer streben Richtung Radweg. Dieser Teil des Drautal Radweges wird sehr stark von Italiener frequentiert. Sehr viele fahren bis nach Lienz und dann mit dem Zug zurück. Leider muss man sagen, dass die Disziplin von manchen Radfahren sehr zu wünschen übrig läßt. Wir müssen sehr aufpassen, um in keinen Unfall verwickelt zu werden. Da sollten die Verantwortlichen vielleicht ein wenig Kontrolle einführen um solche Zustände zu verbessern.
Aber es geht gut. Mit viel Klingeln und auch ein wenig Schimpfen bahnen wir uns den Weg und es geht zügig dahin. Das Tempo ist recht beachtlich. Für eine große Gruppe von 25 Radlern ist es nicht einfach kompakt zusammen zu bleiben. So kommt es immer wieder vor, dass sich unsere Gruppe ein wenig zerstreut. Aber durch die umsichtige Leitung von Fritz Boiger gibt es immer wieder kleinere Pausen in denen sich die Gruppe wieder findet.
Bei einem Mittagessen, dass wir bei der großen Pause einnehmen, werden die verbrauchten Kräfte wieder aufgefüllt. Dann geht es weiter auf unserm Weg. Wir lassen Lienz hinter uns und der Andrang auf dem Radweg vermindert sich merklich. Es sind nur mehr vereinzelt Radler unterwegs. Die Sonne scheint inzwischen recht freundlich vom Himmel. Asphaltierte Straßenabschnitte wechseln sich mit nicht asphaltierten Abschnitten ab. Kilometer um Kilometer spulen wir ab. Nach gut 80 km gibt es noch eine Pause. In dieser Pause steigen 2 Radler in den Bus um, der Rest macht weiter. Knapp vor 18 Uhr gibt es leichte Hektik, da wir hinter unserm Zeitplan liegen und der Busfahrer heute nur bis 19 Uhr fahren darf. Es sind noch knappe 20 km zu fahren, die auch leicht wellig sind. Außerdem müssen wir unsere Räder in einem anderem Hotel unterstellen als in dem wir schlafen. So fahren Heli und ich der Gruppe voraus um die Radunterbringung vorzubereiten. Wir können dabei ordentlich Gas geben, dass macht richtig Spass. Aber schließich schaffen alle Radler noch das "Zeitlimit" und der Busfahrer hat auch keine Problem.

Nach einer erholsamen Nacht geht es bei wunderschönem Wetter weiter Richtung Ferlach. Heute haben wir nicht mehr so viele Höhenmeter an Gefälle vor uns. Vorbei an Spittal / Drau, Villach und weiter ins Rosental wird uns der Weg führen. Die Strecke soll wieder um die 100 km betragen. Laut Plan sollen wir um ca. 14 Uhr 30 in Ferlach ankommen.
Es geht wieder entlang der Drau dahin. Es sind kaum Radfahrer unterwegs und so geht es zügig dahin. Die Stimmung im "Feld" ist recht gut. Gegen Mittag gibt es eine kurze Rast. Dann geht es weiter Richtung Villach. Die Sonne scheint herrlich vom Himmel. Aber anscheinend gibt es ein kleines Problemchen mit der Streckenlänge. Laut diversen Straßenschildern werden es heute ca. 120 km werden. Wir sind auch ein wenig hinter dem Zeitplan. In St. Jakob im Rosental soll die nächste Pause sein. Aber kurz vorher verlieren wir ein wenig die Orientierung und kommen vom Radweg ab. Es herrscht kurzfristig Unstimmigkeit über die Fahrtrichtung. Aber auch das ist kein Problem. Schließlich kommen wir in St.Jakob bei der geplanten Raststelle an. Da müssen wir feststellen, dass eine unser Mitradlerin nicht da ist. So machen wir uns auf die Suche. Auch dieses Mißgeschick löst sich in Wohlgefallen auf.
Die Mehrzahl der Fahrer beschließen die Fahrt hier abzubrechen und nicht nach Ferlach weiterzufahren. So bleiben wir noch ein wenig in dieser Pizzeria sitzen, verladen dann die Räder und geniesen den Tag. Nachdem alle im Bus sitzen und die Fahrt beginnt, wird es rasch sehr still. Die Meisten halten eine innere Einkehr und der eine oder ander tiefe Atemzug ist hörbar.
Schließlich sind wir dann gegen 21 Uhr 20 wieder in der Veitsch und zu Hause.

Eine wunderschöner Radausflug mit angenehmen Wetter, nettesten Mitradlern und jeder Menge Spass findet sein Ende. Herzlichen Dank an die Naturfreunde Veitsch, allen voran Marlies und Franz Huber für die hervorragende Organisation der Reise. Außerdem an Fritz Boiger den Dank für seine Führungsqualitäten und die Planung der Route.

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